Sehenswerte Bramkampsgärten

Frau Marianne Ortner erfüllte sich einen Traum. Sie kaufte den Hof Bramkamp südwestlich von Albersdorf und legte dort in der alten Sandgrube den Themenpark "Garten des Lebens" an. Am "Tag der offenen Gärten" 2009 konnte sie ihren Traum zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentieren.
Besuchen Sie sich doch bitte einmal diese neue Sehenswürdigkeit in Albersdorf!



Hier sehen Sie einige Fotos aus der Beschreibung zu den einzelnen Gartenzimmern. Die Broschüre können Sie dort im Hofladen erwerben, geöffnet jeden Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr. 

"Alles fließt" - Wahlspruch des Gartens
Die Eigentümerin Frau Dr. Marianne Ortner hat jetzt das kulturelle Angebot um eine Hofgalerie und ein Hoftheater erweitert. Angehenden Künstlern wird hier eine Möglichkeit geboten, ihre Malereien oder Skulpturen der Öffentlichkeit zu zeigen, oder Lesungen oder Vorträge vor einem Publikum zu halten. Bitte rufen Sie 0173 - 7370469 an!


9. Gartenzimmer: Garten der Fülle


18.Gartenzimmer: Garten der Zeit

19.Gartenzimmer: Garten des Alters

Windpark - neues Wahrzeichen für Albersdorf

Im Juni 2014 ist der Bürgerwindpark in Albersdorf in Betrieb gegangen. 
Der Windpark besteht aus fünf Vestas Windkraftanlagen V112. Jede liefert bei Vollast drei Megawatt elektrische Leistung. Die Rotoren, deren Spitzen 185 Meter hoch sind, drehen sich nun im Wind und speisen den elektrischen Strom  mit Zehntausend Volt ins Netz.
Die Windräder überragen Albersdorf und  sind aus jeder Richtung zu sehen, ein neues und ungewohntes Bild. Da die Drehzahl der Rotoren bei Anlagen dieser Größe nur bei 15 Umdrehungen pro Minute liegen, strahlen die neuen Windkrafträder irgend wie Ruhe und Gemütlichkeit aus. Albersdorf wird sich an das neue Bild gewöhnen.





Unser Wappen - der Brutkamp

Brutkamp

Im Wappen von Albersdorf ist der Brutkamp - ein gewaltiges Hügelgrab der Jungsteinzeit abgebildet.
Schon seit frühester Zeit war das Großsteingrab Brutkamp bekannt und wurde von den Menschen aufgrund seiner Monumentalität und seines geheimnisvollen Charakters immer wieder aufgesucht. Viele Sagen und Erzählungen ranken sich um diese Anlage, bei der es sich um das Großsteingrab mit dem größten Deckstein in ganz Schleswig-Holstein handelt ( ca. 23 Tonnen Gewicht und ein Umfang von knapp 9 m). Der Brutkamp liegt auf einer kleinen Anhöhe, bei der es sich um die Reste des ehemaligen Erd- und Steinhügels handelt. Der Eingang der Grabkammer zeigt nach Südosten. Ein kleiner Park umgibt heute das Großsteingrab, das von teilweise sehr alten Linden eingefasst wird.
Wer die schönen Ecken erkunden und erwandern will wird auf den herrlichen Wanderwegen in und um Albersdorf mit der neuen Wanderkarte geführt. Die Geschichte von Albersdorf lesen und erleben Sie auf den Museums-Seiten 100 Jahre Albersdorf oder in unserer Reise in die Geschichte.

Die Evang.-luth. Kirche St. Remigius

Das Kirchspiel Albersdorf entstand zwischen 1140 und 1281. Darauf deutet der in seinen Ursprüngen St. Remigius

in die Zeit um 1200 zu datierende Kirchbau hin, der in Felssteinmauerwerk errichtet wurde. Der alte Turm ist nicht erhalten, der bestehende wurde 1889 errichtet und 1966 umgestaltet. Der holzummantelte, ehemalige neugotische Kirchturm weist Schleswig-Holsteins einzige Kirchenuhr mit einem Zifferblatt aus Holz auf.

Die reich verzierte spätgotische Bronzetaufe stammt aus der Zeit um 1470. Die bemerkenswerte Kanzel schnitzte um 1621 der Rendsburger Hans Peper, den Altar um 1645 der Heider Bildschnitzer Jürgen Heitmann der Jüngere. An der Außenwand der Kirche befinden sich etliche Grabsteine des 17. bis 19. Jahrhunderts. Die Kirche ist dem Heiligen Remigius, dem ehemaligen Bischof von Reims, geweiht und wurde 1281 erstmalig urkundlich erwähnt. Die Sage erzählt, dass man sich über den Standort der neu zu errichtenden Kirche nicht einigen konnte. Man ließ einen Schimmel am Abend frei weiden, und wo sich das Pferd am nächsten Morgen einfinden würde, sollte das neue Gotteshaus gebaut werden. Der Schimmel stand morgens an einem Fliederbusch westlich der jetzigen Kirche. Der heutige Zustand der Kirche ist durch eine grundlegende Umgestaltung in den Jahren 1963-66 geschaffen worden. Am 1. Oktober 1966, dem Namenstag des Heiligen Remigius, ist sie neu geweiht worden. Man hat den alten romanischen Zustand weitestgehend wiederhergestellt.

Das älteste Ausstellungsstück der Albersdorfer Kirche befindet sich heute im dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen. Es handelt sich um ein romanisches Triumphkreuz aus dem 12. Jahrhundert. Zu den Kirchenschätzen gehört auch ein Kirchenrechnungsbuch von 1613 bis 1762. Es kann zurzeit nicht gezeigt werden, denn es befindet sich zur Restaurierung in einer Spezialfirma, weil sich Einband und Papier an verschiedenen Stellen auflösten.

Als Abendmahlsgegenstände dienen heute noch ein vergoldeter Silberkelch sowie Patene und Oblatendose, die Kirchenvorsteher Johann Jacobs Hedde aus Schafstedt im Jahre 1666 gestiftet hat.

Das Bürgerhaus

Das reetgedeckte und denkmalgeschützte Bürgerhaus in der Österstraße 8, erbaut im Jahre 1695, ist neben der Kirche das älteste noch vorhandene Gebäude in Albersdorf. Das Bürgerhaus ist das Kulturzentrum der Gemeinde und bietet ein Forum für eine Vielzahl von Veranstaltungen. Bürgerhaus Besonders hervorgehoben werden muss das im Bürgerhaus eingerichtete Trauzimmer des Standesamtes. Einmalig in Deutschland ist die Ausstattung mit einem Alkoven ( Bettnische ), der gerne als Fotomotiv der Brautpaare genutzt wird.

Das Bürgerhaus ist unter der Tel.-Nr. (04835) 972 284 oder unter der Email: buergerhaus 'ät' albersdorf.de zu erreichen (das 'ät' ist dabei durch das Zeichen '@' zu ersetzen)

Informationen: Förderverein Bürgerhaus e. V. , Bahnhofstraße 23

Der Kaiserberg mit seinem Aussichtturm

Vom 36 m hohen Aussichtsturm hat man eine gute Aussicht über die Dithmarscher Geest, bei gutem Wetter kann man sogar bis zu den Kanalschleusen in Brunsbüttel (etwa 30 km) schauen. Der Turm wurde 1930 auf einem bronzezeitlichen Grabhügel, dem Kaiserberg errichtet.
Albersdorf
Blick auf Albersdorf

Der Mühlenteich mit der Wassermühle.


MühlenteichDer Mühlenteich, der von der Westerau gespeist wird, hat sich nach intensiven Renaturierungsmaßnahmen zu einem Lebensraum für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt entwickelt. Die neugeschaffene Geröllgleite ermöglicht es Fisch- und Insektenarten von der Gieselau in den Mühlenteich zu wechseln.

Westlich des Mühlenteiches ist eine Waldkiefer ein Naturdenkmal besonderer Art. Als Einzelbaum mit schirmartig gewachsener Krone ist sie selten in Schleswig-Holstein. Durch Naturgewalten wurde ihre Schirmkrone stark in Mitleidenschaft gezogen.Wassermühle

Der Mühlenteich diente zum Betrieb einer Wassermühle. Erste Hinweise auf das Vorkommen einer Wassermühle in Albersdorf findet man auf einer Landkarte von 1559. Bereits seit 1750 befindet sie sich im Besitz der Familie Boljen, der sie noch heute gehört. Seit 1984 steht die Wassermühle unter Denkmalschutz und ist die einzige noch betriebsbereite Wassermühle Dithmarschens. Am alljährlich stattfindenden Mühlentag (Pfingstmontag) wird dies unter Beweis gestellt. Der Mühlenverein, genauer der Verein zur Erhaltung der Wind- und Wassermühlen in Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. bemüht informiert ständig über unsere Mühlen und die Termine zum Mühlentag.

Der Steinzeitpark Albersdorf

AÖZA-SteinDer Albersdorfer Steinzeitpark Dithmarschen, der als Projekt unter dem Namen Archäologisch-Ökologisches Zentrum Albersdorf (AÖZA) begann, verfolgt seit 1997 auf einer ca. 40 Hektar großen Fläche direkt südlich von Albersdorf das Ziel, eine Kulturlandschaft der Jungsteinzeit wie vor 5000 Jahren entstehen zu lassen. 
Im Steinzeitpark sind insgesamt neun archäologische Denkmäler ( Grabhügel, Großsteingräber und Riesenbetten) durch gut ausgebaute und beschilderte Wanderwege erschlossen. 
Im Westen des Gebietes findet seit einiger Zeit eine extensive Beweidung mit alten Haustierrassen statt. Ein im Maßstab 1:1 nach wissenschaftlichen Vorbildern aufgebautes Steinzeitdorf lädt mit einem Programmangebot zum praktischen Erleben von Archäologie und Geschichte ein. Ausgebildete Steinzeitbetreuer führen die Besucher durch das Gelände und verdeutlichen Techniken und Lebensweise dieser vergangenen Zeit. 

Im Südosten schließt der Rundwanderweg durch das Gieselautal an den Steinzeitpark an, außerdem verbindet ein Wanderweg den Steinzeitpark mit dem Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen in der Bahnhofstraße.

Einen ausführlichen Bericht  über den Steinzeitpark finden Sie in diesem Zeitungsartikel der "Antiken Welt" der Ausgabe 1/12

Das Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen

Im ehemaligen Bahnhofshotel zeigt das neue Museum seit Sommer 2005 seine DauerausstellungMuseum zum Thema „Mensch und Umwelt in der Geschichte“. Hervorgegangen aus dem Museum für Dithmarscher Vorgeschichte in Heide kann es auf einen reichen Fundus der Region und darüber hinaus zurückgreifen, der es zusammen mit einer spannenden und anschaulichen Inszenierung den Besuchern erlaubt, einen lebendigen Einblick in die frühe Landschafts- und Besiedlungsgeschichte zu erhalten. Ein kombinierter Besuch mit dem Steinzeitpark bietet sich an. Außerdem zeigt das Museum wechselnde Sonderausstellungen sowie eine sehenswerte Bernsteinsammlung.

Der Besuch der Homepage des Museums ist überaus lohnenswert. Sie finden nicht nur Wissenswertes aus Albersdorf, sondern aus der ganzen Region, interessante Wander- und Radtouren, die auch GPS-geführt zum Download angeboten werden, bis hin zu den Scharrbildern der Zeit der Nazca-Leute (200 bC-700aC) in der Atacamawüste Perus in Südamerika. Alle in Albersdorf gezeigten Ausstellungen können Sie auf dieser von Dr. Volker Arnold aufwendig gestalteten Webseite in Bild, Text und Ton nachlesen und hören.

Das Stellwerkmuseum

Bürgermeister Manfred Trube rettete 1998 das alte Stellwerk im Bahnhofsgebäude vor dem Abriss. So blieben die urtümlichen Stellwerk-Hebel für Signale und Weichen und die Handkurbel für die Schranken der Nachwelt erhalten. Inzwischen wurde das kleine Bahnhofsmuseum ergänzt durch ein richtiges Haltesignal und viele historischen Kleinigkeiten zum Betrieb der Eisenbahn. So kann man die Stationskasse von 1891 besehen, ebenso die Klingel, die das Einlaufen eines Zuges ankündigte, historische Postkarten vom Bahnhof, alte Fahrkarten, die durch Abknipsen entwertet wurden, und vieles andere mehr.


Albersdorf verdankt dem Eisenbahn-Anschluss seinen großen Aufschwung um die 1900-Wende.
Die Bahnstrecke Heide-Neumünster wurde 1877 eröffnet. Mit dem Kanalbau um 1895 wurde die Bahn über die Hochbrücke verlegt, die Vorgängerbrücke über die Gieselau kann man heute noch zwischen Grünthal und Wennbüttel finden.

Mit der Bahn kamen recht bald die ersten Gäste zur Erholung in das damalige "Bad Albersdorf", das mit dem Kurhotel und der Stahlquelle warb. Aber auch der ganze Güterverkehr wurde bis in die 1960er Jahre über die Eisenbahn abgewickelt. Der Bahnhof war der Umschlagplatz für den Viehhandel, alle Forst- und Landwirtschaftsprodukte wurden hier angeliefert. Nach Albersdorf kamen Brennstoffe und Saatgut, aber auch jedes Stückgut und Paket. Alles wurde frei Haus durch einen pferdebespannten Rollwagen geliefert.

Das alte Bahnhofsgebäude war leider so marode geworden, dass es 1998/99 abgerissen werden musste. Der Neubau passte sich dem Stil des alten Gebäudes an. Er wird jetzt als Büro für den Albersdorfer Bauhof genutzt, das an Werktagen geöffnet ist. Der Bauhof öffnet gerne das Museumszimmer für interessierte Besucher.

Im Haus nebenan befindet sich die Traditionsgemeinschaft des Artilleriebataillons 61 der ehemaligen Albersdorfer Dithmarsen-Kaserne.


Der Gieselaurundwanderweg

Rundwanderwege in und um Albersdorf zu Fuß und mit dem Rad sind auf der Albersdorfer Museums-Seite unter Dithmarschen auf Touren zusammengestellt.

- etwas Besonderes:

Der Gieselaurundwanderweg

(Karte aus der Masterarbeit von Constanze Harms)

und die Dithmarscher Schweiz im Landschaftsschutzgebiet Gieselautal

GieselaurundwanderwegDie Gieselau zählt zu den landschaftlich reizvollsten Fließgewässern Schleswig-Holsteins. Das durch die Eiszeiten geschaffene Tal mit seinen Steilhängen ist mit Wander- und Bohlenwegen bis zur Fallohfurt erschlossen, streift den Ochsenweg und führt an der anderen Seite des Gieselautales wieder zurück in das AÖZA-Gelände am Bredenhoop. Ornithologische Besonderheiten wie Eisvogel, Gebirgsstelze, Wasseramsel, Schwarz- und Grünspecht sowie Orchideen in den sumpfigen Teilen der Talhänge erfreuen den aufmerksamen Naturfreund. Das Gieselautal ist als zweiter Naturerlebnisraum in der Gemeinde Albersdorf anerkannt worden.


Lisbeth ehr'n Diek

Die unverheirateten Geschwister Elisabeth und Johannes Hinrich Buhmann waren Eigentümer eines rund 100 ha großen landwirtschaftlichen Betriebes in Albersdorf. Sie waren Kinder des Landmannes und langjährigen Bauerschaftsbevollmächtigten Jürgen Hartwig Buhmann (1825-1905), im Volksmund genannt "De Vullmacht".

Die Wirtschaftsgebäude lagen an der Mühlenstraße/Ecke Westerstraße. Die landwirtschaftlichen Nutzflächen umfaßten 65 ha Ackerland und Dauerwiesen und 35 ha Wälder und Forsten.

Elisabeth Buhmann war eine tüchtige und lebenskluge Frau. Sie leitete die Hauswirtschaft, gab Anleitungen für die Feldarbeit und den Hofbetrieb.

Der Hoferbe, Johannes Buhmann, besuchte die Gelehrtenschule in Meldorf, wurde Tierarzt und übte seinen Beruf in Hamburg als Polizeitierarzt aus. Nach dem Tode seiner Schwester Elisabeth, am 26. März 1928, setzte Johannes Buhmann 1932 als Alleinerbe in seinem ersten Testament vom 14. September 1932 Vermächtnisse für seine langjährigen treuen Mitarbeiter auf dem Hofe fest.

Er vermachte der Dorfgemeinde Albersdorf eine etwa 5 ha große Waldparzelle mit der Auflage, auf diesem Grundstück einen Naturschutzpark zu unterhalten, und er fügt hinzu: "Dem in §7 meines Testaments vom 14. September vorgesehenen Naturschutzpark soll der Name 'Lisbeth ehr'n Diek' zugelegt werden."

Mit den Mitteln der Gemeinde und durch freiwillige Arbeitsleistung des damaligen Verkehrsvereins wurde die Anlage reizvoll hergerichtet. Sie ist das Ziel vieler Spaziergänger, Wanderer und Naturfreunde. Der Verkehrsverein hat 1955 aus Dankbarkeit einen großen Findling als Gedenkstein errichtet, mit der Aufschrift:

1932
De Stifter
Lisbeth und Johannes Buhmann

Bereits wenige Tage später ergänzte und erweiterte Johannes Buhmann das Testament zu der noch heute existierenden Buhmann-Stiftung. Zweck der Stiftung ist die Fürsorge für würdige ältere, hilfsbedürftige Personen, welche aus Albersdorf gebürtig oder in Albersdorf wohnhaft sind.

(Text aus: Albersdorf - vom Stahlbad zum Luftkurort, Otto Nottelmann, Verlag Boyens & Co. 1985, Foto: R. Kelm)

Dreebargen

Böse Zungen behaupten die Albersdorfer konnten nur bis drei zählen, deswegen heißt dieser Ort Dreebargen "Drei Berge". Gemeint sind eine Serie von ehemals 8 Hügelgräbern im Wald, Richtung Wennbüttel, am Ende des Stichweges Dreebargen. Heute sind nur noch 7 Hügel dem geübten Auge zu erkennen. Der Ochsenweg führt an den Hügelgräbern vorbei.

Eine bessere Beschreibung und auch weitere Hinweise finden Sie in dem Wanderführer von Volker Arnold und Rüdiger Kelm: Rund um Albersdorf, Verlag Boyens 2004

Der Ochsenweg

OchsenwegDer als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesene Ochsen- oder Heerweg östlich von Albersdorf ist ein Nebenzweig des westlichen Hauptweges von Jütland nach Wedel. Seit dem 15. Jahrhundert bis ins späte 19. Jahrhundert beteiligten sich auch die Dithmarscher am Ochsenhandel. Der in seinem ursprünglichen Zustand erhaltene Ochsenweg bei Albersdorf, der über die Fallohfurt im Gieselautal nach Holstein weiter führte, war auch gleichzeitig der Hauptweg nach Dithmarschen und diente als militärisches und wirtschaftliches Einfallstor.

Der Kurpark

Der Kurpark, ehemals als Hochzeitswald entstanden, ist das Herzstück von Albersdorf. Im Jahre 1968 wurden im sogenannten Papenbusch ein Musikpavillon sowie eine Freilichtbühne mit 2500 Sitzplätzen errichtet. Hier finden in den Sommermonaten zahlreiche musikalische und kulturelle Veranstaltungen statt, u. a. das traditionelle Volksfest zu Pfingsten.

Heute wächst ein Hochzeits- und Majestätenwald am südlichen Ortseingang zwischen Süderstraße und Am Brook. Junge Hochzeitspaare und Majestäten pflanzen hier "ihre" Bäume.

Der Antilopenbrunnen

AntilopenbrunnenVor dem Kurpark im Papenbusch sind zwei Brunnen-Skulpturen, die sich dem Betrachter so wohl nicht auf den ersten Blick erschliessen. An einer weiß getünchten Wand ist ein kunstvoll geschmiedeter Antilopenkopf über einem Brunnenbecken zu erkennen, davor auf einer Säule die symbolisierte Erdkugel mit dem Äquator und vier Längengraden. Die Entfernung von hier zum Äquator beträgt gute 6000 km. Der 54. Breitengrad soll an der Kante des Brunnens entlang laufen.

Verfolgt man den Längengrad bis zum Äquator, landet man an der Küste von Gabun, südlich der Hauptstadt Libreville. Weiter süd-östlich finden wir die Lepra-Krankenstation von Lambarene, ehemals von Dr. Albert Schweitzer gegründet und geleitet.

Der Antilopenkopf entstand nach einer Tanzfigur aus Obervolta (heute Burkina Faso). In Mali ist es ein Sinnbild für die Paarung von Sonne (männlich), Erde und Wasser (weiblich) - Voraussetzung für eine reiche Ernte.

Im Jahr 1963/64 ist diese Skulptur von Karl Büttner und seinem Sohn Manfred aus Albersdorf erschaffen worden.

Großsteingrab im Papenbusch


Das Grab aus der jüngeren Steinzeit wurde ca. 3400 bis 3100 v.Chr. erbaut. Die Grabkammer war in früherer Zeit mit einem Hügel überdeckt. Nach seiner Ausgrabung im Jahre 1946 wurde es wieder restauriert.
Nahe am Grab finden Sie den wieder errichteten Steinkreis und zwei Steinpackungen von einem spätbronze- früheisenzeitlichen Urnengräberfeld bei Arkebek.

Der Bürgerbrunnen

Für eine besondere Gemeinschaftsleistung steht der Bürgerbrunnen im Bereich des ZOB als ein beredtes Beispiel. Durch zahlreiche Spenden und durch die Mitwirkung der örtlichen Bundeswehr entstand an der Süderstraße im Eingangsbereich zur Erinnerungsstätte An den Anlagen ein besonders schöner Platz. Durch die Unterstützung des Verschönerungsvereins werden die Beete alljährlich hübsch bepflanzt und Sitzbänke laden zum Verweilen ein.